MVP steht für Most Valuable Player, also den wertvollsten Spieler einer NFL-Saison. Die Auszeichnung wird von der Nachrichtenagentur Associated Press vergeben und am Abend vor dem Super Bowl bei den NFL Honors verliehen. Bewertet wird ausschließlich die reguläre Saison — Leistungen in den Playoffs zählen für den MVP nicht mehr mit.

Wer den MVP vergibt und wann abgestimmt wird

Den NFL MVP vergibt die Associated Press über ein Panel aus Medienvertretern. Entscheidend für das Verständnis: Die Stimmen werden nach dem Ende der regulären Saison und vor Beginn der Playoffs abgegeben.

Ein Spieler kann also im Januar überragend spielen und trotzdem keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis haben. Wer im Dezember schwächelt, verliert den Award dagegen häufig noch — die Schlussphase der Regular Season wiegt in der Wahrnehmung der Wähler schwer.

MVP, Super Bowl MVP und Player of the Year — die Unterschiede

Diese drei werden am häufigsten verwechselt. Der MVP bezieht sich auf die gesamte reguläre Saison. Der Super Bowl MVP ist eine völlig eigene Auszeichnung: Sie gilt nur für das eine Endspiel und wird direkt nach dem Abpfiff auf dem Feld vergeben. Beides kann, muss aber nicht derselbe Spieler sein.

Daneben gibt es die Awards Offensive Player of the Year und Defensive Player of the Year, dazu Comeback Player of the Year und Offensive/Defensive Rookie of the Year. Der MVP steht über allen — er ist die einzige Auszeichnung, die positionsunabhängig den besten Spieler der Liga sucht.

Warum fast immer ein Quarterback gewinnt

Der Quarterback hat bei jedem einzelnen Offensivspielzug den Ball in der Hand. Seine Leistung ist damit sichtbarer und statistisch besser fassbar als die jedes anderen Spielers — und sein Einfluss auf Sieg und Niederlage schlicht größer.

Wie stark die Schlagseite ist, zeigt der Blick zurück: Der letzte Running Back mit einem MVP-Titel war Adrian Peterson 2012. Ein reiner Verteidiger hat den Award zuletzt 1986 gewonnen — Lawrence Taylor. Rekordhalter ist Peyton Manning mit fünf MVP-Auszeichnungen.

Genau diese Diskussion — wer verdient ihn wirklich, und ist die Fixierung auf die Position fair? — führen wir jede Saison im Podcast.

Verwandte Begriffe

Quarterback
Der Quarterback (QB) ist die wichtigste Position im American Football und der Spielmacher der Offense.
Super Bowl
Der Super Bowl ist das Endspiel der NFL-Saison, in dem die Meister der beiden Conferences AFC und NFC um den Titel spielen.
Pro Bowl
Der Pro Bowl ist das Allstar-Event der NFL, bei dem die besten Spieler einer Saison geehrt werden.
Hall of Fame
Die Pro Football Hall of Fame in Canton, Ohio, ist die Ruhmeshalle der NFL, in die die größten Spieler, Trainer und Funktionäre aufgenommen werden.
Regular Season
Die Regular Season ist die reguläre Saison der NFL, in der jedes Team 17 Spiele über 18 Wochen bestreitet, inklusive einer spielfreien Bye Week.
Passer Rating
Das Passer Rating ist eine traditionelle Kennzahl für die Passleistung eines Quarterbacks auf einer Skala bis 158,3.

Alle 147 Begriffe im NFL A-Z

FAQ

Was bedeutet MVP im Football?
MVP steht für Most Valuable Player, den wertvollsten Spieler. In der NFL ist es die wichtigste Einzelauszeichnung und wird jährlich für die Leistungen in der regulären Saison vergeben.
Wer vergibt den NFL MVP?
Den NFL MVP vergibt die Nachrichtenagentur Associated Press über ein Panel aus Medienvertretern. Verliehen wird er bei den NFL Honors am Abend vor dem Super Bowl.
Was ist der Unterschied zwischen MVP und Super Bowl MVP?
Der MVP bewertet die gesamte reguläre Saison und wird vor den Playoffs gewählt. Der Super Bowl MVP ist eine eigene Auszeichnung nur für das Endspiel und wird direkt nach dem Spiel vergeben. Es können zwei verschiedene Spieler sein.
Zählen Playoff-Leistungen für den MVP?
Nein. Die Stimmen für den MVP werden nach dem Ende der regulären Saison und vor dem Start der Playoffs abgegeben. Was ein Spieler in den Playoffs zeigt, hat auf den MVP keinen Einfluss mehr.
Wer hat die meisten MVP-Titel?
Rekordhalter ist Peyton Manning mit fünf MVP-Auszeichnungen. Der letzte Running Back als MVP war Adrian Peterson 2012, der letzte reine Verteidiger Lawrence Taylor 1986.

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